nav ksf110KanuSport-Freunde e.V. Bremen
Mitglied im Landes-Kanu-Verband und im Landessportbund Bremen

 


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Jugenddarstellung

  1. Zum Verein allgemein
  2. Die Sozialstruktur der Jugend
  3. Programm im Sommer
  4. Programm im Winter

 

1. Zum Verein allgemein:

Unser Vereinsheim liegt an der Weser im Naherholungsgebiet "Pauliner Marsch" gegenüber der Gaststätte Galaxie - Henschenbusch der BTV 1877. Der Verein besteht seit 20 Jahren und hat ca. 200 Mitglieder. Neben dem Befahren von Wildwasser mit Wildwasserbooten, Küstengewässern mit Seekajaks und neuerdings von Walzen mit Rodeobooten bilden Wanderfahrten auf Zahmgewässern Deutschlands und in weiten Teilen Europas sowie Trainingsfahrten auf der Weser den Schwerpunkt unserer Vereinsaktivitäten. Charakteristisch für unseren Verein sind die Vielzahl (80) vorhandener vereinseigenen Boote, incl. zugehöriger Ausrüstung (Paddel, Schwimmwesten, etc.), die den Erwerb eigener Boote für die Mitglieder nicht erforderlich machen.

2. Die Sozialstruktur der Jugend:

Die KanuSport-Freunde e.V. Bremen  haben seit ihrer Gründung 1983 eine aktive Jugendgruppe, die z.Zt. aus 40 Jugendlichen besteht, von denen 25-30 regelmäßig aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Altersmäßig lässt sich die Gruppe in die 10-15jährigen und die 16-18jährigen teilen, wobei die Jüngeren die größere Gruppe bilden (70%). Nachdem über Jahre hinweg die Zahl aktiver Mädchen und Jungen in etwa gleich groß war, sind z.Zt. überwiegend Jungen aktiv. Der Anteil der Mädchen konnte erfreulicher Weise in diesem Jahr wieder etwas gesteigert werden, soll aber in den folgenden Jahren u.a. durch spezielle Kursangebote für Mädchen noch weiter erhöht werden. Die Jugendlichen kommen aus allen Gesellschaftsschichten.

Die Jugend verwaltet sich in vielen Fragen selbst; auf der jährlich stattfindenden Jugendversammlung werden 2 Jugendliche zu Jugendsprechern gewählt. Außerdem wählen die Jugendlichen zwei Erwachsene zu Jugendwarten. Die Jugendsprecher vertreten die Jugend im Gesamtvorstand des Vereins und verwalten einen kleinen Geldbetrag (50,- Euros) zur Durchführung spezieller Aktivitäten der Jugendgruppe selbst. Damit lernen die Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen. Das für den Kanusport der Jugendgruppe nötige Material (Kinderboote incl. Zubehör) wird unabhängig von diesem Geld aus dem Vereinsetat beschafft (Etat der Jugendwarte und Teile des Bootsetats, pro Jahr im Durchschnitt ca. 1000,- Euros).

3. Programm im Sommer

Die Jugendgruppe wird ehrenamtlich von den Jugendwarten und einem Team aus 3 - 5 weiteren Erwachsenen betreut. Damit ist sichergestellt, dass immer mindestens zwei Betreuer bei den Gruppenaktivitäten anwesend sind. Das ist beim wöchentlichen Paddeln auf der Weser unbedingt erforderlich, um die Sicherheit beim Paddeln in Wanderkajak-Einern auf der Schifffahrtsstraße Weser, die zudem gezeitenabhängig ist, zu gewährleisten. Es kümmern sich außerdem die erfahreneren Jugendlichen um die Paddelneulinge, die nach der Teilnahme an vom Verein angebotenen Einführungskursen in den Verein eingetreten sind, so dass die Paddelgeschwindigkeit konditionsbezogen variiert werden kann.

Im Mittelpunkt steht der Spaß. Über das Paddeln in Gruppen auf dem Wasser findet aber natürlich auch eine soziale Integration statt, da man aufeinander angewiesen ist, z.B. um sich gegenseitig zu sichern, sich beim Ein- und Aussteigen aus dem Boot zu helfen oder die Boote zu zweit vom Bootshaus zum Wasser zu tragen. Bei mehrtägigen Gepäckfahrten mit Zelten wird die soziale Kompetenz der Jugendlichen durch das Bilden von Zelt- und Kochgemeinschaften gefördert. Kinder, die in einem schwierigen familiären Umfeld aufwachsen, finden so oft Halt und wieder Kontakt zu Gruppen. Die Kinder und Jugendlichen lernen sich eigenständig zu versorgen und einfache, aber ausgewogene Mahlzeiten zuzubereiten.

Ein weiteres Ziel ist es, die Natur bewusst zu erleben, d.h. mit ihr umzugehen. Die Lebensräume von Pflanzen und Tieren, aber auch Wind und Wetter werden von Stadtteilkindern konkret erlebt, wobei ihr Umweltverhalten positiv geprägt wird. Zu kurz kommt aber auch der Abenteuercharakter bei solchen Fahrten nicht, der z.B. durch die Weite der Landschaft (z.B. bei Urlaubsfahrten in Schweden) und das abendliche Zusammensein am Lagerfeuer vermittelt wird. Es stehen neben den sportlichen Bewegungsaktivitäten immer auch pädagogische, z.T. erlebnispädagogische Ziele wie Erziehung zu sozialem Verhalten und zu Eigenverantwortung sowie die Erweiterung der persönlichen Kompetenz auf dem Programm.

Obwohl im Kanuwandersport nicht wie bei anderen Sportarten der Leistungsgedanke im Vordergrund steht, wollen Jugendliche sich messen. Das wird in unserem Verein durch die Teilnahme an Vergleichsfahrten, wie z.B. der Freimarktsregatta oder bei Wildwasserschulungen gefördert. Bei den Wildwasserübungen bzw. bei der Befahrung von "ungefährlichen" Wehren, lernen die Jugendlichen Schritt für Schritt ihre Ängste zu überwinden.

Ein neuer Schwerpunkt, der ab diesem Jahr neu aufgebaut wird, ist "Rodeo". Diese Sparte des Kajaksports ist vor allem für die älteren Jugendlichen attraktiv, die ihre gelernten Paddeltechniken an geeigneten Flussstellen (Wildwasser, Strömungen) durch das Befahren der Boote in Walzen spielerisch auf hohem technischen Niveau (z.B. zum Surfen, zur Durchführung von Kerzen und Überschlägen) demonstrieren. Dabei organisieren ältere Jugendliche ihre Fahrten zu Rodeofestivals, an denen sie teilnehmen, völlig selbständig.

4. Programm im Winter

 Damit gewonnene Freundschaften und Kontakte auch den Winter überdauern können, treffen sich die Jugendlichen auch außerhalb der Paddelsaison (Oktober - März) einmal pro Woche. Für die Treffen stellen die Bremer Kanu Wanderer (BKW) ihr Vereinshaus zur Verfügung, da der KSF nur über eine unbeheizte Bootshalle verfügt. Dort werden im großen beheizten Gemeinschaftsraum Filme von den Sommertouren gezeigt, es wird gebastelt oder auch bei Tee, Saft und Keksen nur geklönt. Des weiteren wird die Möglichkeit Tischtennis und Tischfußball zu spielen stark genutzt. Zur Vorbereitung der Sommersaison werden Kochseminare angeboten, die dazu dienen, die Rezepte zu entwickeln, die auf Jugendfahrten mit Campingkochern nachvollzogen werden können.

Einmal im Monat sind im Unibad (Kinderbecken) "Kenterübungen" angesagt. Hier sollen spielerisch weitere Paddeltechniken und langfristig die Kenterrolle gelernt werden. Sie ist wichtig, um beim "Umkippen" (Kentern) im Wasser das Boot eigenständig wieder "drehen" und weiterpaddeln zu können. Diese Übungen geben den Jugendlichen Sicherheit und bestärken sie in dem Gefühl, allen Situationen auf dem Wasser gewachsen sein zu können. Weitere Abwechslung bieten Ausflüge, wie z.B. der Besuch der Eissporthalle oder des Universums.

Neben diesen Aktivitäten werden unter Anleitung auch Gegenstände für die eigene Sport- und Campingausrüstung angefertigt. Durch die Einbeziehung in kleinere Reparaturarbeiten zum Erhalt des Vereinsbootsparks (z.B. Reparieren von Spritzdecken), werden Jugendliche damit vertraut gemacht, dass in einem Verein von jedem Mitglied auch kleine Pflichten übernommen werden müssen.

KSF-Jugendwart

Bremen im September 2006