nav ksf110KanuSport-Freunde e.V. Bremen
Mitglied im Landes-Kanu-Verband und im Landessportbund Bremen

 


Weser-Paul.jpg

Vereinsgeschichte

 1983 – 2003:

20 Jahre KanuSport-Freunde in Bremen

FESTSCHRIFT1

Die Idee

Der Gründung voran ging die Idee von Werner Born und seiner Frau Brigitte, einen Verein in Bremen zu haben, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schulkanusports, also Schülerinnen und Schülern, die Kanusport-Unterricht erhalten hatten, Lehrerinnen und Lehrern, die sich im Kanusport fort- und weitergebildet hatten, Studentinnen und Studenten, die sich an der Universität für Kanusport qualifiziert hatten, eine attraktive Mitgliedschaft im Deutschen Kanu­Verband bieten würde. Die Neugründung eines solchen Vereins sollte auch nicht zu einer Abwerbung aus vorhandenen Vereinen führen, sondern dem LKV BREMEN neue Mitglieder bringen.

Im Krankenhausbett nach einer schweren Knieoperation entwarf Werner Born Name, Emblem und die Satzung des Vereins, die der Jugend ungewöhnlich weitreichende Rechte zugestand.

 

16. Februar 1983: Gründung des Vereins "Kanusport-Freunde"

Zur Gründung hatte Werner Born am 16. Februar 1983 Lehrer und Schüler sowie Freunde und Verwandte ins Gymnasium am Leibnizplatz zusammen gerufen: Sigrid Becker, Uwe Becker, Brigitte Born, Rainer Dornfeld, Horst Geiersbach, Siegfried Geisler, Stefan Junk, Ronald Kurmis, Gunther Kurz und Hartwig Stöckmeier.

Diese elf Personen gründeten den Verein "Kanusport-Freunde e.V. " in Bremen. Erstes Mitglied nach der Gründung war Edgar Podscharly. Ende 1983 hatte der Verein bereits 69 Mitglieder, von denen - außer einigen Gründern - nur drei, ein Erwachsener (Norbert Hennig) und zwei Jugendliche (Matthias Schmitt und Stefan Lutz) von den BREMER KANU-WANDERERN "übergewechselt" waren. (Die vermiedene Spaltung des BKW konnte später die Grundlage für eine gute Kooperation zwischen KSF und BKW legen.) 

Werner Born: "Keine Türen zuwerfen, sondern mal was Neues probieren!" Die Idee hatte bereits Früchte getragen: “Kein eigenes Bootshaus, keine Pflichtarbeitsstunden, wenige private Boote, kein Kantinendienst“. Vorstandssitzungen dauerten nie länger als eine halbe „Große Pause“.

 

 Der erste Bootspark

Mit den schuleigenen Booten der Gymnasien am Leibnizplatz und Lange Reihe, des SZ Delmestraße und mit privaten Booten von Brigitte und Werner Born sowie mit vier selbstgebauten Booten der BREMER SPORT-JUGEND (BSJ) war ein vorerst ausreichender Bootpark vorhanden. Beim SEGEL-VEREIN WESER konnte die ersten Jahre kostenlos - man erhoffte sich Seglernachwuchs - später mit Mietvereinbarung  der untere Teil des Jollenschuppens für die Lagerung des Bootsmaterials genutzt werden. Die Boote standen in der Woche dem Schulkanusport, am Wochendende und zum Weserpaddeln dienstags und donnerstags dem KSF zur Verfügung, eine äußerst praktische Mehrfachnutzung der Boote.

FESTSCHRIFT2
Bootstaufe im neuen Vereinsheim Juni 1992

Austausch der Polyesterkajaks gegen Polyäthylenboote

Nachdem die Gesundheitsgefährdung beim Bau und der Reparatur von Polyesterbooten von der Schulverwaltung erkannt worden war, musste sich der Verein nach anderen Booten umsehen. Zum Glück kamen zu dieser Zeit die ersten Polyäthylen-Wanderkajaks (BAVARIA Tramp S) auf den Markt. So wurden nach und nach die Polyesterboote gegen Polyäthylenboote ausgetauscht. Jeweils vier verkaufte Polyesterkajaks finanzierten ein PE-Boot. Dadurch schrumpfte der Bootspark des Schulkanusports ungemein. Der neue PE-Bootspark finanzierte sich vor allem aus den Kursgebühren von KSF ­ Kanukursen, die Brigitte Born leitete, sowie aus Mitgliederspenden und Belegungsgebühren für Vereinsboote durch Mitglieder, damals 1,00 DM pro Tag, übrigens heute (2003) noch immer nur 0,50 €  für Vereinsjugendliche. Weitere Geldquellen waren der Sportetat der an der Nutzung beteiligten Schulen und der Senator für Bildung.

Der Kauf des Bootshauses

Nach dem Wechsel der Gastronomieführung beim Segel-Verein Weser entstanden zunehmend Spannungen mit der Wirtin – ein Umstand, der zur Überlegung führte, ein neues Domizil für den Verein zu suchen. Durch Werners zielstrebige – aber zeitraubende - Verhandlungen mit dem persischen Besitzer konnte der KSF das absolut verwahrloste Gelände am Richard - Jürgens-Weg für zwei Jahre  pachten , mit der Aussicht es später evtl. zu kaufen. In zahllosen Arbeitseinsätzen wurde das Gelände aufgeräumt und aus dem zum Teil verfallenen Gebäude, das früher als Schmiede für einen Kiesvertrieb diente, das heutige Bootshaus errichtet.

Der Umzug dorthin erfolgte am 1. März 1992. Der Kauf wurde möglich, weil viele Vereinsmitglieder durch größere oder kleinere, z.T. zinslose Kleinkredite die Kaufsumme von 100.000 DM gemeinsam mit einem Sportamts-Zuschuss von 5000 DM sowie einem zinslosen Darlehen über 10 Jahre in Höhe von 50.000 DM aufgebracht hatte.

FESTSCHRIFT3

Arbeitseinsatz im neuen Bootshaus, März 1992

Der Verein heute

 

 

Heute ist der KSF mit 210 Mitgliedern einer der großen Kanuvereine in Bremen.  Der Erfolg des Vereins hat sicher viele Gründe: Es gibt eine kontinuierliche Jugendarbeit über das ganze Jahr mit einer Jugendgruppe von z. Zt. ca. 20 aktiven Jugendlichen. Der Verein bietet Schulungen und Kurse für Jugendliche und Erwachsene an, die noch nicht im Verein sind. Er ist zertifiziert als vom "DKV anerkannter Kanu-Ausbilder". Mit über 90 vereinseigenen Booten verfügt er über einen kompletten Bootspark vom Freestyleboot übers Wanderboot bis zum Seekajak.

Die Lage des Bootshauses an der Weser im tidenabhängigen Bereich, aber mit relativ geringen Flussströmungen ist attraktiv und macht die wöchentlichen Paddeltreffs für Jugendliche und für Erwachsene (nach Feierabend) unkompliziert. Für Fahrtenleitungen gibt es immer genügend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Obwohl  für die Mitglieder keine Verpflichtung zu Arbeitsdiensten besteht,  erscheinen für die erforderlichen Arbeiten zur Pflege und Erhalt des Bootsparks und des Bootshauses immer genügend Helfer. Die Mitgliedsbeiträge sind mit 50 € im Jahr für Erwachsene gering; für Jugendliche, Rentner und Alleinerziehende gibt es Ermäßigungen.

Ein enger Kontakt besteht zwischen dem KSF und den benachbarten Vereinen,  den Bremer Kanu-Wanderern (BKW), dem Segel-Verein Weser und der BREMER TURNVEREINIGUNG VON 1877 (BTV). Mit dem BKW gibt es gemeinsame Veranstaltungen  wie Anpaddeln, Jugendtreff; beim SV-Weser finden nach einem Wechsel der Bewirtschaftung wieder Dienstagstreffs, Wintertreffen im Advent und Jahresversammlungen statt.

Der KSF ist mit einem eigenen Auftritt im Internet erreichbarEr stellt den Verein dar, informiert über das Fahrtenprogramm und weitere Aktivitäten und führt zu vielen für Paddler interessanten Seiten. Ein E-mail-Rundbrief ergänzt die Kommunikation durch Post, KSF-Telefon und Schwarzes Brett im Bootshaus.

Nach Werner Born (14 Jahre) und Michael Wark (5 Jahre ) amtiert seit 2002 nun Norbert Köhler als 1.Vorsitzender. Katrin Wapelhorst übernahm 2010 - nach Gunter Kurz, Birgit Nienstedt,         Inge Voigt- Köhler, Sabine Schulz und Brigitte Born -den jetzigen 2. Vorsitz. Richard Könitz hat nach Rainer Dornfeld, Siegfried Geisler, Michael Beutler, Peter Paape und Felizitas Ibach 2004 das Amt des Kassenwartes inne. Des weiteres gibt es viele Mitglieder, die in unterschiedlichen Funktionen wichtige Aufgaben im Verein übernehmen. Boje Bartels und Rudi Mahnke, die ihre Parzellen in der Nähe des Bootshauses haben, sind oft in ihrem „zweiten Zuhause“ auf dem KSF-Gelände zu finden.

Aufgrund der recht günstigen Altersstruktur, der Jugend- und Breitenarbeit, der finanziellen Grundlagen, des außerordentlichen Einsatzes vieler Mitglieder und der Anpassung an moderne Verwaltungsstrukturen kann der Verein optimistisch in das 3. Jahrzehnt seiner Geschichte blicken, zumal bis 2005 das Bootshaus samt Gelände abbezahlt sein werden.

 

Werner Born und Jürgen Janz 06.09.2003